Die Bautrockner GmbH: Wenn Feuchtigkeit zur technischen Aufgabe wird
Das Firmenporträt stellt die Entwicklung des Tutzinger Betriebs vor und ordnet Leckortung, technische Trocknung und Wiederherstellung bei Wasserschäden ein.

Ein Rohrbruch hinter der Wand, Wasser unter dem Estrich oder Feuchtigkeit, deren Ursprung zunächst völlig unklar bleibt: Bei einem Wasserschaden entscheidet sich vieles in Bereichen, die von außen kaum zu beurteilen sind. Genau dort setzt die Arbeit der Die Bautrockner GmbH an. Der Fachbetrieb aus Tutzing beschäftigt sich seit mehreren Jahrzehnten mit technischer Bautrocknung und der Beseitigung von Wasserschäden. Zum Leistungsspektrum gehören dabei ebenso die Suche nach Leckagen und verschiedene Messverfahren.
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis in die 1980er-Jahre zurück. 1982 begann Bau-Ing. grad. Anton Hollwich als Vertreter eines norddeutschen Trocknungsunternehmens, drei Jahre später folgte der Schritt in die Selbstständigkeit mit eigenen Trocknungsgeräten. 1987 wurde die Bautrockner GmbH in Tutzing gegründet. 1998 trat Dipl.-Ing. (FH) Andreas Hollwich in das Unternehmen ein. Heute werden beide auf der Unternehmenswebsite als Geschäftsführer genannt. Der Betrieb verfügt damit über eine Geschichte, die eng mit der Entwicklung der technischen Gebäudetrocknung verbunden ist.
Wasserschäden beginnen häufig dort, wo man sie nicht sieht
Offensichtliches Wasser auf dem Boden ist vergleichsweise leicht zu erkennen. Schwieriger wird es, wenn Feuchtigkeit bereits in eine Dämmschicht gelangt ist, hinter einer Wand sitzt oder sich innerhalb einer Deckenkonstruktion ausbreitet. Ein Wasserfleck verrät schließlich noch nicht, an welcher Stelle die Ursache liegt. Gerade bei solchen Schadensbildern reicht es kaum aus, lediglich die sichtbare Oberfläche zu trocknen.
Die Bautrockner GmbH setzt deshalb bereits bei der Suche nach dem Ursprung an. Für einen Wasserschaden im Raum München stehen nach Angaben des Unternehmens verschiedene Verfahren zur Leckageortung und Feuchtigkeitsmessung zur Verfügung. Eingesetzt werden unter anderem Wärmebildkameras, Gasdetektoren, Horchgeräte und Endoskope. Damit lassen sich beispielsweise Leitungsverläufe untersuchen und schwer zugängliche Bereiche in Schächten, Hohlräumen oder hinter Vorwandinstallationen genauer prüfen.
Diese technische Bestandsaufnahme ist ein wesentlicher Teil der Arbeit. Denn die anschließende Trocknung hängt davon ab, welche Bauteile betroffen sind und wohin das Wasser vorgedrungen ist. Ein oberflächlich feuchter Raum stellt andere Anforderungen als ein Bodenaufbau, in dessen Dämmschicht sich Wasser verteilt hat.
Von der Ortung bis zur kontrollierten Trocknung
Bei der klassischen Bautrocknung arbeitet das Unternehmen mit technischen Entfeuchtungsverfahren. Der Zustand des Gebäudes wird zunächst analysiert, darauf aufbauend wird die Trocknung geplant. Während des Prozesses erfolgen Feuchtigkeitsmessungen, anhand derer sich die Entwicklung kontrollieren lässt.
Das klingt zunächst nüchtern ist in der Praxis aber entscheidend. Wie lässt sich feststellen, ob ein Bauteil tatsächlich ausreichend getrocknet ist? Der äußere Eindruck allein liefert darauf keine verlässliche Antwort. Messwerte helfen dabei, den Verlauf nachvollziehbar zu beurteilen und die Trocknung nicht allein nach Gefühl zu beenden.
Neben der allgemeinen Bautrocknung gehört auch die Estrichtrocknung zum Angebot. Hinzu kommt die Mikrowellentrocknung, die für bestimmte schwer zugängliche oder stark durchfeuchtete Bereiche eingesetzt werden kann. Das Unternehmen nennt außerdem die Ozonbehandlung zur Beseitigung unangenehmer Gerüche nach Wasser- oder Brandschäden sowie mobile Lösungen für die Bau- und Winterbeheizung.
Leckageortung mit mehreren Verfahren
Interessant ist vor allem die Bandbreite der Messtechnik. Bei der Leckageortung arbeitet Die Bautrockner GmbH abhängig von der jeweiligen Situation mit unterschiedlichen Methoden. Thermografie kann etwa Temperaturunterschiede sichtbar machen und dadurch Hinweise auf Leitungsverläufe oder durchfeuchtete Bereiche liefern. Endoskope ermöglichen wiederum Einblicke in Stellen, die ohne größere Eingriffe kaum zugänglich wären.
Ergänzend kommen Feuchtigkeitsmessgeräte, Gasdetektoren und akustische Verfahren zum Einsatz. Gerade bei kleinen Undichtigkeiten kann diese Kombination relevant sein: Ein Leck in einer Wasser- oder Heizungsleitung muss nicht sofort große Wassermengen freisetzen. Über längere Zeit kann dennoch erhebliche Feuchtigkeit in angrenzende Bauteile gelangen.
Damit liegt der Schwerpunkt des Betriebs weniger auf einem einzelnen Trocknungsgerät als auf dem Zusammenspiel aus Schadensermittlung, technischer Auswahl und Kontrolle. Welche Methode sinnvoll ist, entscheidet sich am konkreten Aufbau des Gebäudes und am Schadensbild.
Sanierung endet nicht zwingend mit dem letzten Trocknungsgerät
Nach einem größeren Wasserschaden bleibt häufig mehr zurück als erhöhte Materialfeuchte. Bodenbeläge können beschädigt sein, Wand- oder Deckenflächen müssen überarbeitet werden, teilweise stehen Malerarbeiten an. Auf seiner Website gibt das Unternehmen an, bei Bedarf Handwerksbetriebe für solche Arbeiten zu vermitteln. Auch die Koordination der Wasserschadensanierung sowie die Abstimmung mit der Versicherung gehören demnach zum Angebot.
Das ist vor allem deshalb relevant, weil ein Wasserschaden schnell mehrere Gewerke berührt. Zwischen dem Auffinden der Ursache, der eigentlichen Reparatur, der Trocknung und der Wiederherstellung der betroffenen Räume liegen unterschiedliche Arbeitsschritte. Je klarer diese aufeinander abgestimmt werden, desto geringer ist das Risiko unnötiger Unterbrechungen.
Regional verankert rund um München und das Oberland
Der Firmensitz befindet sich in der Bernrieder Straße in Tutzing südwestlich von München. Von dort aus ist Die Bautrockner GmbH in einem größeren Gebiet rund um die Landeshauptstadt und das bayerische Oberland tätig. Auf der Unternehmenswebsite werden unter anderem München, Starnberg, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech, Fürstenfeldbruck, Dachau sowie weitere Landkreise im Münchner Umland als Einsatzgebiete genannt.
Dass der Betrieb seit Jahrzehnten in derselben Region arbeitet, prägt auch das Firmenprofil. Aus einem Einzelunternehmen mit ersten eigenen Trocknungsgeräten entwickelte sich ein spezialisierter Fachbetrieb mit Betriebsgebäude, Lager, Werkstatt und technischem Equipment. Die Unternehmensgeschichte zeigt damit zugleich, wie stark sich die Anforderungen bei der Wasserschadenbeseitigung verändert haben: Moderne Gebäudetrocknung besteht heute zu einem wesentlichen Teil aus Messung, genauer Ortung und kontrollierten technischen Verfahren.
Erfahrung trifft auf moderne Messtechnik
Die Bautrockner GmbH positioniert sich als spezialisierter Ansprechpartner für Situationen, in denen Feuchtigkeit professionell untersucht und aus Gebäuden entfernt werden muss. Der Schwerpunkt liegt klar auf der technischen Seite der Schadensbeseitigung: Leckagen lokalisieren, betroffene Konstruktionen beurteilen, geeignete Trocknungsverfahren auswählen und deren Fortschritt messen.
Mehrere Jahrzehnte Branchenerfahrung treffen dabei auf Verfahren wie Infrarot-Thermografie, Endoskopie und moderne Feuchtigkeitsmessung. Gerade bei Wasserschäden ist diese Verbindung sinnvoll. Denn die eigentliche Herausforderung liegt häufig genau dort, wo mit bloßem Auge wenig zu erkennen ist.
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