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Gesundheitsversorgung als Standortfaktor: Ein Blick auf die AURO AugenPraxisKlinik in Oberbayern

Medizinische Versorgung ist ein oft unterschätzter Standortfaktor. Die AURO AugenPraxisKlinik zeigt, wie fachärztliche Versorgung in Oberbayern organisiert ist.

Immobilien Heute Redaktion 10 Min. Lesezeit
Gesundheitsversorgung als Standortfaktor: Ein Blick auf die AURO AugenPraxisKlinik in Oberbayern

Bei der Bewertung von Immobilienstandorten stehen klassischerweise harte Faktoren im Vordergrund: Lage, Verkehrsanbindung, Bevölkerungsentwicklung, Gewerbestruktur. Doch ob eine Region für Wohnprojekte, Gewerbeflächen oder Unternehmensansiedlungen attraktiv ist, hängt zunehmend auch von weichen Standortfaktoren ab und die medizinische Versorgung vor Ort ist einer der gewichtigsten. Sie beeinflusst, wie lebenswert Menschen eine Stadt oder einen Landkreis empfinden, und wirkt damit mittelbar auf die Nachfrage nach Wohnraum und Arbeitsplätzen. Wie sich spezialisierte fachärztliche Versorgung in der Fläche organisieren lässt und warum sie auch für die Immobilienwirtschaft eine relevante Standortfrage ist, zeigt das Beispiel der AURO AugenPraxisKlinik in Oberbayern.

Gesundheitsversorgung als Standortfaktor

Projektentwickler, Investoren und Asset Manager denken in Lagen, Quartieren und Nutzungsmischungen. In die Standortbewertung fließen jedoch immer häufiger Faktoren ein, die sich nicht unmittelbar in Euro pro Quadratmeter bemessen lassen: die Qualität der Nahversorgung, Bildungs- und Kinderbetreuungsangebote, Grünflächen und Erreichbarkeiten und eben auch die medizinische Infrastruktur. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der den Versorgungsbedarf einer alternden Bevölkerung steigen lässt, gewinnt dieser Faktor zusätzlich an Gewicht. Zugleich prägt der Gesundheitssektor als Wirtschaftsmotor und Standortfaktor zunehmend ganze Regionen.

Gerade in Mittelstädten und ländlich geprägten Regionen kann die Dichte fachärztlicher Versorgung ein Unterscheidungsmerkmal sein. Haushalte, die zwischen mehreren Wohnstandorten abwägen, berücksichtigen die Erreichbarkeit von Ärzten und Kliniken; Unternehmen, die Fachkräfte gewinnen wollen, argumentieren mit der Lebensqualität des Umfelds. Für Kommunen und Regionen ist die Gesundheitsversorgung damit ein Baustein der Standortpolitik vergleichbar mit Themen wie dem Werterhalt von Gebäuden, für den etwa ein professionelles Facility Management in Bayern sorgt.

Die Einsicht ist nicht neu, wird aber oft unterschätzt: Medizinische Angebote gehören zur weichen Infrastruktur, die über die langfristige Attraktivität eines Standorts mitentscheidet jenseits der eigenen Grundstücksgrenze. Für Investoren und Projektentwickler heißt das: Wer Standorte vergleicht, sollte die Versorgungsstruktur im Umfeld ebenso prüfen wie Mietspiegel und Kaufpreise. Der Markt für ambulante Gesundheitsimmobilien wird in diesem Zusammenhang als Wachstumsmarkt mit attraktiven Chancen für Investoren eingeschätzt.

Ein Versorgungsnetz für Südostbayern

Ein Beispiel dafür, wie spezialisierte ambulante Medizin in einer Region mit mehreren Mittelstädten organisiert sein kann, ist die AURO AugenPraxisKlinik. Wer in der Region einen Augenarzt in Rosenheim aufsucht, findet den zentralen der fünf Standorte des Unternehmens in der Stollstraße 3, mitten in der Rosenheimer Innenstadt. Die übrigen Praxen liegen in Bad Aibling (Rosenheimer Straße 3), in Traunstein (Bahnhofstraße 20), in Waging am See (Postgasse 1) und in Ruhpolding (Hauptstraße 55) jeweils zentral in den Ortskernen gelegen.

Das Netzwerk ist bewusst dezentral angelegt: Statt alle Leistungen an einem Klinikstandort zu bündeln, bringt es die fachärztliche Versorgung dorthin, wo die Menschen leben in die Mittelstädte und Gemeinden des Alpenvorlands. Das Einzugsgebiet reicht von der Stadt und dem Landkreis Rosenheim bis in den Landkreis Traunstein eine wachsende und zugleich weitläufige Region. Für viele Menschen in der Region bedeutet das kürzere Anfahrtswege zum Facharzt – in einem flächenmäßig großen Versorgungsgebiet kein Nebensatz.

Geleitet wird die AURO AugenPraxisKlinik von Dr. Markus Schlotter, der das Unternehmen als CEO verantwortet. Das Selbstverständnis: medizinische Grundversorgung und Spitzenmedizin aus einer Hand, nah am Menschen und auf dem neuesten Stand der Forschung, wie das Unternehmen selbst formuliert. Für die Versorgungsstruktur bedeutet das, dass fachärztliche Diagnostik und Behandlung nicht nur in den Oberzentren, sondern auch in kleineren Städten verfügbar sind.

Vom Sehtest bis zur Operation das Leistungsspektrum

Das Behandlungsspektrum reicht von der augenärztlichen Vorsorge und dem klassischen Sehtest bis zu operativen Eingriffen. Im Zentrum stehen die häufigsten und folgenreichsten Augenerkrankungen: der Graue Star (Katarakt), bei dem die getrübte Augenlinse operativ ersetzt wird; der Grüne Star (Glaukom), der einer regelmäßigen Kontrolle des Augeninnendrucks bedarf; sowie die altersabhängige Makuladegeneration (AMD), die die Stelle des schärfsten Sehens betrifft.

Hinzu kommen Erkrankungen der Netzhaut, darunter die diabetische Retinopathie als Folgeerkrankung des Diabetes mellitus, Netzhautablösungen und retinale Gefäßverschlüsse. Auch Hornhauterkrankungen und Fehlsichtigkeiten jeder Art zählen zum Spektrum, ergänzt durch die Kinderaugenheilkunde. Die Klinik betont, dabei mit Verfahren auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu arbeiten ein Anspruch, der in einer Fachdisziplin mit raschem technologischem Fortschritt, etwa in der Laserchirurgie, besonders viel verlangt.

Charakteristisch für das Modell ist die Verbindung von konservativer und operativer Augenheilkunde unter einem Dach: Diagnostik, Therapie und Nachsorge bleiben in einer Hand, statt Patientinnen und Patienten zwischen Praxen und Kliniken wechseln zu lassen. Behandelt werden gesetzlich wie privat Versicherte. Für die Versorgung einer Region ist das relevant, weil kurze Wege zwischen Diagnose und Operation die Versorgungsqualität stärken können und weil solche Angebote Fachpersonal binden, das andernfalls in die Großstädte abwandern könnte.

Fachliche Anbindung und Qualitätssicherung

Qualität in der ambulanten Medizin entsteht nicht allein durch moderne Geräte und Räume, sondern vor allem durch fachliche Vernetzung und kontinuierliche Weiterbildung. Die AURO AugenPraxisKlinik ist nach den Angaben auf ihrer Website an die wesentlichen Fachorganisationen der Augenheilkunde in Deutschland angebunden: den Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA), die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) als wissenschaftliche Fachgesellschaft, den Berufsverband Deutscher Ophthalmochirurgen (BDOC), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und den Berufsverband der Orthoptistinnen und Orthoptisten (BOD).

Solche Anbindungen sind mehr als eine Sammlung von Logos: Sie stehen für die Einordnung in fachliche Standards, den Austausch über Behandlungsleitlinien und die regelmäßige Teilnahme an Fort- und Weiterbildung. In einem Fachgebiet, in dem sich Diagnostikverfahren und Operationstechniken kontinuierlich weiterentwickeln, ist diese Einbindung ein Qualitätsmerkmal, das über den einzelnen Behandlungstermin hinausweist und ein Hinweis darauf, dass die Versorgung in der Region mit dem fachlichen Diskurs Schritt hält. Für Patientinnen und Patienten wie für zuweisende Hausärzte schafft das Verlässlichkeit in der Behandlungsqualität.

Bedeutung für Region und Immobilienstandort

Die Größenordnung des Angebots verdeutlicht seine Rolle für die Region: Nach eigenen Angaben behandelt die AURO AugenPraxisKlinik mehr als 20.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr und führt jährlich mehr als 3.500 Operationen durch. Diese Zahlen sind zugleich ein Indikator für die Versorgungsdichte in Südostbayern sie zeigen, dass augenärztliche Spezialmedizin hier nicht die Ausnahme, sondern Teil der regulären Versorgung ist. Zum Vergleich: In vielen ländlichen Regionen Deutschlands ist die fachärztliche Versorgung deutlich dünner ausgeprägt.

Für die Immobilienwirtschaft ist das aus mehreren Gründen beachtenswert. Erstens schafft und bindet ein Versorgungszentrum dieser Größenordnung qualifizierte Arbeitsplätze von Fachärzten über Orthoptistinnen bis zu Praxispersonal und stärkt damit die lokale Kaufkraft. Zweitens erhöht die medizinische Infrastruktur die Standortqualität für Bestandsmieter und künftige Bewohnerinnen und Bewohner; sie gehört zu den Faktoren, die bei der Wahl eines Wohn- oder Firmenstandorts eine Rolle spielen, auch wenn sie selten ausdrücklich genannt werden. Drittens profitieren Gewerbeimmobilien und Einzelhandel in den Zentren von der Frequenz, die medizinische Einrichtungen in die Innenstädte bringen.

Freilich ist die Gesundheitsversorgung nur ein Baustein unter vielen in der Standortbewertung. Doch das Beispiel aus Oberbayern zeigt, dass es sich lohnt, die weiche Infrastruktur einer Region systematisch mitzudenken nicht zuletzt dort, wo Wohnungsbau, Gewerbeentwicklung und demografischer Wandel zusammentreffen.

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