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Bestandsimmobilien erhalten: Warum Maler- und Sanierungsarbeiten zur Bewirtschaftungsstrategie gehören

Welche Rolle Maler-, Fassaden- und Sanierungsarbeiten bei der Bewirtschaftung von Bestandsimmobilien spielen und was Auftraggeber vor der Vergabe klären sollten.

Immobilien Heute Redaktion 9 Min. Lesezeit
Bestandsimmobilien erhalten: Warum Maler- und Sanierungsarbeiten zur Bewirtschaftungsstrategie gehören

Wer Bestandsimmobilien bewirtschaftet, kennt die Situation: Eine Fassadenfläche zeigt erste Schäden, ein Innenraum muss nach einem Wasserschaden wieder nutzbar gemacht werden, oder ein Mieterwechsel steht an und die Übergabe soll reibungslos laufen. Instandhaltungsentscheidungen fallen dabei selten isoliert sie berühren Zeitplanung, Budget und die Koordination mehrerer Arbeitsschritte. Für Eigentümer, Hausverwaltungen und Projektverantwortliche stellt sich deshalb weniger die Frage, ob Maler- und Sanierungsarbeiten anfallen, sondern wie sie sinnvoll eingeordnet und beauftragt werden. Dieser Beitrag ordnet ein, welche Fragen vor der Vergabe wichtig sind und welche Rolle spezialisierte Handwerksleistungen dabei spielen können.

Instandhaltung beginnt mit einer Zustandsaufnahme

Nicht jeder Handlungsbedarf an einer Immobilie ist gleich. In der Praxis lassen sich drei typische Ausgangslagen unterscheiden, die jeweils unterschiedliche Entscheidungen nach sich ziehen.

Die erste ist die optische Auffrischung: Anstriche, die im Laufe der Nutzung abgenutzt wirken, oder Flächen, die vor einer Neuvermietung aufgewertet werden sollen. Hier geht es primär um Erscheinungsbild und Nutzungsqualität. Die zweite Lage betrifft die fachgerechte Vorbereitung: Risse im Putz, abplatzende Beschichtungen oder witterungsbedingt angegriffene Fassadenflächen erfordern mehr als einen neuen Farbauftrag sie verlangen Untergrundarbeit, ohne die auch hochwertige Materialien nicht dauerhaft halten. Die dritte und anspruchsvollste Lage sind Schäden mit einer Ursache: Wassereintritt, Schimmelbildung oder Brandfolgen. Hier reicht es nicht, die sichtbaren Spuren zu überarbeiten. Ohne die Klärung der Schadensursache besteht die Gefahr, dass der Schaden nach einer rein kosmetischen Maßnahme erneut auftritt.

Für Auftraggeber lohnt es sich, diese Abgrenzung bereits vor der Angebotseinholung vorzunehmen idealerweise gemeinsam mit einem Fachbetrieb vor Ort. Eine saubere Zustandsaufnahme macht den tatsächlichen Umfang sichtbar und verhindert, dass während der Ausführung unerwartete Zusatzarbeiten den Ablauf stören.

Innenräume, Fassaden und Schäden verlangen unterschiedliche Entscheidungen

Je nach Aufgabenstellung kommen unterschiedliche Leistungsfelder ins Spiel, die sich fachlich deutlich voneinander unterscheiden.

Im Innenbereich stehen klassische Maler- und Tapezierarbeiten im Vordergrund: Anstriche von Wänden und Decken, Oberflächengestaltung und Farbkonzepte, die zur Nutzung der Räume passen. Gerade in gewerblich genutzten Flächen oder bei laufendem Betrieb spielen dabei auch Schutzmaßnahmen und eine saubere, termintreue Ausführung eine Rolle.

An der Gebäudehülle geht es um mehr als Optik. Fassaden- und Holzschutz dienen dem Schutz der Bausubstanz vor Witterungseinflüssen. Wie wichtig die Qualität von Beschichtungssystemen für den langfristigen Schutz ist, zeigen auch technische Richtlinien zur Prüfung von Beschichtungssystemen für den Korrosionsschutz. Auch die Wärmedämmung gehört zu den Leistungsfeldern vieler Malerbetriebe und wird häufig mit Fassadenarbeiten kombiniert, wenn die Hülle ohnehin angefasst wird.

Ein eigener Komplex sind Schadensfälle. Nach Wasser-, Brand- oder Schimmelschäden steht zunächst die Sanierung im Vordergrund etwa die Trocknung betroffener Bauteile. Verfahren wie die Estrich- oder Infrarottrocknung zielen darauf ab, Restfeuchte aus dem Baukörper zu entfernen, bevor Oberflächen wieder aufgebaut und beschichtet werden. Erst wenn dieser Schritt abgeschlossen ist, beginnt die eigentliche Wiederherstellung der Flächen.

Koordination ist bei Bestandsprojekten ein praktischer Faktor

Aus diesen unterschiedlichen Leistungsfeldern ergibt sich eine praktische Konsequenz: Viele Instandhaltungsprojekte bestehen aus mehreren aufeinanderfolgenden Schritten. Trocknung, Untergrundvorbereitung, Gerüststellung und Beschichtung greifen ineinander. Werden sie von verschiedenen Stellen ohne Abstimmung ausgeführt, entstehen Reibungsverluste etwa wenn eine Fläche noch nicht ausreichend getrocknet ist, aber bereits beschichtet werden soll, oder wenn ein Gerüst zu früh abgebaut wird. Bei größeren Portfolios kann auch geeignete Instandhaltungssoftware helfen, Maßnahmen und Termine zentral zu steuern.

Ein Ansatz, diese Abstimmungslücken zu reduzieren, liegt in Betrieben mit einem breiten Leistungsspektrum aus einer Hand. Die Malerbetrieb Scheck GmbH aus dem Chiemgau ist ein Beispiel dafür: Das Unternehmen deckt neben klassischen Malerarbeiten auch Schadensanierung, Estrich- und Infrarottrocknung sowie Gerüstbau und Hebebühnen ab. Wer im Landkreis Traunstein oder im umliegenden Chiemgau einen zuverlässigen Maler in Traunstein sucht, findet dort einen Ansprechpartner, der Beratung, Angebot, Ausführung und Abnahme aus einer Hand strukturiert. Ob sich ein solches Bündelangebot im Einzelfall lohnt, hängt vom Projekt ab die Koordinationsfrage sollte aber bei jeder Vergabe bewusst bedacht werden.

Was Auftraggeber vor der Vergabe klären sollten

Bevor ein Auftrag vergeben wird, hilft eine strukturierte Prüfung der wichtigsten Punkte. Die folgenden Fragen haben sich in der Praxis als Orientierung bewährt:

  • Leistungsumfang: Ist im Angebot klar abgegrenzt, welche Arbeiten enthalten sind einschließlich Untergrundvorbereitung, Abklebung und Entsorgung?
  • Materialien und Systeme: Werden die eingesetzten Beschichtungen und Materialien benannt und sind sie für den jeweiligen Untergrund und die Nutzung geeignet? Zur Beständigkeit von Korrosionsschutzbeschichtungen existieren dazu Forschungsergebnisse aus einem BMVI-Forschungsnetzwerk.
  • Schadensursache: Ist bei Schadensfällen geklärt, wie die Ursache behoben wird nicht nur die sichtbaren Folgen?
  • Schutzmaßnahmen: Wie werden Böden, Einbauten und angrenzende Bereiche während der Arbeiten geschützt, besonders bei laufender Nutzung?
  • Zeitrahmen: Gibt es einen realistischen Ablaufplan mit Terminen, auf den sich Mieter, Nutzer oder Folgegewerke einstellen können?
  • Abnahme und Übergabe: Ist definiert, wie das Ergebnis geprüft und dokumentiert übergeben wird?

Wer diese Punkte vorab klärt, schafft eine belastbare Grundlage für den Vergleich von Angeboten und verringert das Risiko von Missverständnissen während der Ausführung.

Regionaler Ansprechpartner für unterschiedliche Immobilienaufgaben

Für Auftraggeber im südostbayerischen Raum zeigt das Beispiel der Malerbetrieb Scheck GmbH, wie ein regionaler Fachbetrieb aufgestellt sein kann. Das Unternehmen ist seit über 60 Jahren tätig und wird inzwischen in der dritten Generation als Familienbetrieb geführt. Mit regionalem Fokus auf Grassau und Schleching ist der Betrieb im gesamten Chiemgau unterwegs, einschließlich des Raums Traunstein.

Das Leistungsspektrum reicht von Malerarbeiten im Innen- und Außenbereich über Fassaden- und Holzschutz, Wärmedämmung, Bodenbeschichtungen und Tapezierarbeiten bis zur Sanierung von Wasser-, Brand- und Schimmelschäden. Ergänzt wird das Angebot durch Estrich- und Infrarottrocknung sowie Gerüstbau und Hebebühnen. Eine handwerkliche Nische des Betriebs ist darüber hinaus die Denkmalpflege und Kirchenmalerei ein Bereich, der besondere Sorgfalt und Erfahrung mit historischer Bausubstanz erfordert. Als möglicher Ablauf bieten sich Beratung, Angebot, Ausführung sowie Prüfung und Übergabe an.

Für Eigentümer und Verwalter ist dabei weniger der einzelne Betrieb entscheidend als das dahinterstehende Muster: Ein regional verankerter Anbieter mit kurzen Wegen und einem abgestimmten Leistungsportfolio kann die Planung von Instandhaltungsmaßnahmen spürbar vereinfachen.

Fazit: Fachliche Einordnung schützt Nutzbarkeit und Substanz

Maler-, Fassaden- und Sanierungsarbeiten sind mehr als ein kosmetischer Posten in der Bewirtschaftung. Sie sichern die Nutzbarkeit von Räumen, schützen die Gebäudehülle und sind bei Schadensfällen Teil einer geordneten Wiederherstellung. Entscheidend ist, den tatsächlichen Zustand fachlich einordnen zu lassen, Leistungsumfänge sauber abzugrenzen und die Koordination der Arbeitsschritte von Anfang an mitzudenken. Eine fachliche Einschätzung vor der Beauftragung ist dabei in der Regel der sinnvollste erste Schritt sie schafft Klarheit über Umfang, Ablauf und die passende Vergabe.

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