Colliers: Hotelinvestments 2025 im Aufschwung: Core-Objekte dominieren deutschen Markt

Laut Colliers steigt der deutsche Hotelmarkt 2025 auf 1,66 Mrd. Euro. Core-Deals dominieren, Top-Standorte gefragt, Umnutzungen bieten Investoren neues Potenzial.

Sebastian Hoffmann, Colliers

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt setzt seinen Erholungskurs fort. Laut Colliers erreichte das Transaktionsvolumen 2025 rund 1,66 Milliarden Euro – ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Hotelsektor macht damit sieben Prozent des gesamten gewerblichen Transaktionsvolumens aus.

„Wir sehen eine klare Stabilisierung der Faktoren und eine sich annähernde Rückkehr zu verlässlichen Bewertungsgrundlagen. Besonders gefragt waren Core-Produkte mit belastbaren Betreiberkonzepten, idealerweise Direct-Leases sowie Objekte mit sehr guter Gebäudesubstanz, langlaufenden Pachtverträgen und strategisch resilienten Lagen“, erklärt Sebastian Hoffmann, Associate Director Hotel bei Colliers.

Großvolumige Einzeldeals prägten das Marktgeschehen und machten 82 Prozent des Gesamtvolumens aus. Portfolios trugen 18 Prozent bei. Die größte Transaktion war das Keystone-Paket mit 17 Hotels der Marken ibis und Mercure. Neben Trophy-Assets über 100 Millionen Euro gewann das mittlere Segment zwischen 20 und 50 Millionen Euro an Bedeutung.

Regionale Schwerpunkte lagen in München, Berlin und Köln. Die aktivsten Käufergruppen waren Asset- und Fund-Manager, gefolgt von privaten Investoren und Family Offices. Rund zwei Drittel des Volumens entfiel auf deutsche Investoren.

„Die in 2025 erfolgten Transaktionen stellen nun eine wichtige und in den letzten Jahren fehlende Vergleichsgrundlage für den weiteren Aufschwung im Transaktionsmarkt dar“, so Hoffmann. Für 2026 erwartet Colliers ein Transaktionsvolumen von über 1,8 Milliarden Euro. Strategische Umnutzungen, insbesondere von Büroflächen zu Hotels, bleiben ein zentrales Wachstumsfeld und zugleich die komplexeste Herausforderung für Investoren und Betreiber.



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