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App für Vermieter im Vergleich: Funktionen, Kosten und Grenzen

App für Vermieter im Vergleich: immocloud, objego, hellohousing, WISO Vermieter 365 und Rentila im Check – mobile Funktionen, Preise (Stand Juli 2026) und Grenzen für Selbstverwalter mit 1 bis 5 Einheiten.

Immobilien Heute Redaktion 14 Min. Lesezeit
Screenshot der immocloud-App-Seite mit Download-Links für App Store und Google Play

Wer eine App für Vermieter sucht, will Mieteingänge, Belege und Mieterkontakte auch unterwegs prüfen – ohne Aktenordner und ohne Excel-Chaos. Der Markt bietet dafür zwei grundlegend verschiedene Lösungen: native Apps aus dem App Store oder von Google Play und Verwaltungssoftware, die im Browser des Smartphones läuft. Dieser Vergleich stellt fünf verbreitete Angebote gegenüber: die immocloud-App, objego, hellohousing, WISO Vermieter 365 von Buhl und Rentila. Die Kernfrage nach dem passenden Angebot lässt sich vorab beantworten: Echte native Apps für iOS und Android bieten nur immocloud und Rentila, die übrigen drei Lösungen laufen mobil im Browser; für den kostenlosen Einstieg eignen sich vor allem der dauerhaft freie Basics-Tarif von objego und das begrenzte Gratiskonto von Rentila. Im Folgenden werden der mobile Funktionsumfang, die Preise mit Stand Juli 2026 und die Grenzen bewertet, die private Vermieter vor einer Entscheidung kennen sollten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nur immocloud und Rentila bieten echte native Apps für iOS und Android; objego, hellohousing und WISO Vermieter 365 laufen mobil über den Browser, eine Installation entfällt dort.
  • Kostenlose Einstiege gibt es bei objego (Basics-Tarif dauerhaft kostenlos), hellohousing (ein Monat Testphase) und Rentila (Gratiskonto, begrenzt auf eine Immobilie, zwei Mietverträge und zwei Mieter).
  • Die Preise reichen Stand Juli 2026 von 0 Euro bis rund 20 Euro pro Monat – je nach Funktionsumfang und Zahl der Einheiten.
  • Selbstverwalter mit ein bis fünf Einheiten bilden die Kernzielgruppe aller fünf Lösungen; Großverwaltungen brauchen statt einer App ein Verwaltungsportal wie casavi.
  • Die Nebenkostenabrechnung ist bei mehreren Anbietern nur angerissen oder ein kostenpflichtiges Zusatzmodul.

Was eine App für Vermieter heute leisten soll

Der wichtigste Unterschied liegt in der Technik. Eine native App wird aus dem App Store oder von Google Play installiert, nutzt Kamera und Benachrichtigungen des Geräts und ist auf Touch-Bedienung ausgelegt. Eine mobil optimierte Webanwendung läuft dagegen im Browser des Smartphones: Sie spart die Installation, bietet aber in der Regel weder Push-Nachrichten noch eine direkte Kameraanbindung. Wer Belege unterwegs fotografieren oder bei der Wohnungsübergabe direkt ins Protokoll tippen will, merkt den Unterschied im Alltag.

Für die Praxis zählen vor allem fünf Aufgaben: Mieter- und Objektdaten unterwegs einsehen, Belege per Kamera erfassen, Mieteingänge per Bankabgleich kontrollieren, Übergaben digital protokollieren und mit Mietern kommunizieren. Hinzu kommen die Dokumentenablage sowie die Frage, ob iOS und Android gleichermaßen unterstützt werden.

Ein Punkt bleibt bei allen fünf Anbietern unklar: Keine der geprüften Anbieterseiten belegt eine echte Offline-Nutzung, bei der sich Daten ohne Internetverbindung bearbeiten und später synchronisieren lassen. Wer häufig in Kellerräumen oder Funklöchern arbeitet, sollte das vor Vertragsabschluss direkt beim Anbieter erfragen.

Die fünf Apps im Überblick: Funktionen und Preise

Die folgende Tabelle vergleicht die zentralen mobilen Funktionen und die Einstiegspreise der fünf Lösungen. „–“ bedeutet, dass die Funktion auf den geprüften Anbieterseiten zum Redaktionszeitpunkt nicht belegt war.

AnbieterNative App (iOS/Android)BelegerfassungBankabgleich / MietkontrolleÜbergabeprotokollNebenkostenabrechnungEinstiegspreis (Stand Juli 2026)
immocloudJa, iOS und AndroidJa, per Kamera mit KI-AusleseJa, automatische MieteingangsprüfungJa, digital für Ein- und AuszugApp kostenlos (Anbieterangabe), Tarife kostenpflichtig
objegoNein, WebbrowserJa, Bankkonto-AnbindungAblage möglichJa, Zusatzmodul (0,95 € je Einheit/Monat)0 € (Basics); Verwaltung 7,95 €/Monat
hellohousingNein, mobil optimierte Web-AppJa, KI-BelegmanagerJa, ab Tarif PremiumJa, inkl. Heizkosten nach HKVO4,50 €/Monat (Starter)
WISO Vermieter 365Nein, Webversion im BrowserJa, über Online-Banking (finanzblick)Ja, inkl. Heizkosten34,99 €/Jahr (Abo)
RentilaJa, iOS und AndroidBelegarchiv für ScansElektronische ZahlungsbelegeJa0 € (stark begrenzt); Abos laut App Store ab rund 59 €/Jahr

Alle Preisangaben beziehen sich auf Juli 2026. Die Anbieter passen ihre Konditionen regelmäßig an; ein Blick auf die aktuellen Tarifseiten lohnt sich daher vor Vertragsabschluss.

Infografik: Die fünf Apps im Überblick: Funktionen und Preise Anbieter: immocloud | Native App (iOS/Android): Ja, iOS und Android |...

immocloud – native App mit KI-Belegerfassung

Die immocloud-App wird über den Apple App Store und Google Play vertrieben und deckt die Kernaufgaben mobiler Vermieter ab: Belege lassen sich per Smartphone-Kamera fotografieren und werden laut Anbieter per KI ausgelesen, der Bankabgleich prüft Mieteingänge automatisch. Für den Ein- und Auszug gibt es ein digitales Wohnungsübergabeprotokoll direkt in der App; bei ausbleibenden Zahlungen verschickt die Anwendung Erinnerungen per WhatsApp oder SMS.

Die App selbst ist laut Anbieter-FAQ kostenlos nutzbar. Kostenpflichtige Tarife beginnen beim kleinsten Paket für bis zu fünf Einheiten; konkrete Eurobeträge nennt die App-Seite zum Redaktionszeitpunkt nicht. Eine Testphase von 45 Tagen erlaubt einen ausführlichen Praxischeck. Beim Datenschutz verweist der Anbieter auf DSGVO-konforme Rechenzentren in Deutschland. Nach eigener Angabe vertrauen über 18.000 Vermieter und Hausverwaltungen auf immocloud.

objego – webbasierte Verwaltung mit dauerhaft kostenlosem Einstieg

Bei objego handelt es sich um eine webbasierte Cloud-Lösung: Laut Anbieter müssen Nutzer keine Software installieren, ein eigener Eintrag in den App-Stores existiert nicht. Mobil läuft die Immobilienverwaltung damit über den Browser des Smartphones – nicht über eine installierte App.

Der Basics-Tarif ist dauerhaft kostenlos und umfasst eine unbegrenzte Zahl an Immobilien sowie 1 GB Dokumentenablage. Das Zusatzmodul „Verwaltung“ kostet 7,95 Euro pro Monat für alle Mieteinheiten, das Modul „Nebenkosten“ 0,95 Euro je Mieteinheit und Monat; die Laufzeit beträgt zwölf Monate, die Preise verstehen sich inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Eine detaillierte Aufschlüsselung aller objego-Kosten nach Tarif und Einheitenzahl liefert unser Kosten-Überblick. Die Angaben zu Preisen und Funktionen stammen von den offiziellen Tarif- und Funktionsseiten des Anbieters (Stand: Juli 2026). Funktional bietet objego eine Bankkonto-Anbindung, die Vorbereitung der Anlage V und mehr als 30 Vorlagen. Zielgruppe sind laut Anbieter private Vermieter mit etwa einer bis 30 Einheiten; eine Hausgeldabrechnung für Wohnungseigentümergemeinschaften gehört nicht zum Leistungsumfang.

hellohousing – Web-App mit Mieterportal und Heizkostenabrechnung

Auch hellohousing setzt auf eine Web-App: Laut FAQ ist keine Installation nötig, die Oberfläche ist mobil optimiert; ein nativer Store-Eintrag ist nicht vorhanden. Funktional hebt der Anbieter den Belegmanager mit KI-Texterkennung, eine Bankkonto-Integration mit automatischer Mieteingangskontrolle und die Nebenkostenabrechnung inklusive Heizkostenabrechnung nach der Heizkostenverordnung (HKVO) hervor. Ab dem höchsten Tarif kommt ein Mieterportal mit unterjährigen Verbrauchsinformationen (UVI) dazu.

Die Tarifstruktur ist gestaffelt: Der Starter-Tarif kostet 4,50 Euro pro Monat (eine Immobilie, bis zu neun Einheiten, Nebenkosten nur als PDF, ohne Bankkonto-Anbindung), Premium 9,50 Euro pro Monat (zwei Immobilien, bis zu 25 Einheiten je Immobilie, Bankkonto und Heizkostenabrechnung), Professional 19,50 Euro pro Monat (fünf Immobilien, bis zu 50 Einheiten je Immobilie, Mieterportal und Smart-Meter-Anbindung). Einen Monat lang lässt sich die Software kostenlos testen; in ein kostenpflichtiges Abo wechselt der Account nur nach ausdrücklicher Zustimmung.

Screenshot der hellohousing-Vermietersoftware mit Dashboard-Ansicht für digitale Objektverwaltung

WISO Vermieter 365 – Desktop-Programm mit Web-Zugriff

WISO Vermieter 365 von Buhl verfolgt einen anderen Ansatz: Im Zentrum steht ein Desktop-Programm für Windows. Für unterwegs existiert mit „WISO Vermieter-Web“ eine Browserversion, die laut Bedienungsanleitung auf allen internetfähigen Geräten läuft – auch auf Smartphone und Tablet – und für Nutzer der Windows-Version kostenfrei ist. Eine native iOS- oder Android-App gibt es nicht.

Die Basisversion ist für bis zu fünf Wohneinheiten ausgelegt und lässt sich gegen Aufpreis erweitern. Buhl bietet die Software im Abo für 34,99 Euro pro Jahr oder als Einzelkauf für 49,99 Euro je 365 Tage an. Zum Funktionsumfang zählen die Nebenkosten- und Heizkostenabrechnung, die Mieteingangsprüfung über das Online-Banking von finanzblick, ein Mietvertrags-Assistent und Musterschreiben. Für Selbstverwalter, die ihre Unterlagen zentral am heimischen PC pflegen und mobil nur ergänzend zugreifen, ist das ein pragmatisches Modell; wer dagegen konsequent vom Smartphone aus arbeiten will, stößt bei WISO an Grenzen.

Rentila – native App mit begrenztem Gratiskonto

Rentila ist neben immocloud der zweite Anbieter im Vergleich mit nativer App: Die iOS-Version steht im App Store, Android wird ebenfalls unterstützt. Laut Anbieter-FAQ ist das kostenlose Konto auf eine Immobilie, zwei Mietverträge und zwei Mieter begrenzt; wer mehr verwaltet, braucht einen kostenpflichtigen Tarif. Im App Store werden Jahresabos genannt – etwa Silver für rund 59 Euro und Gold für rund 129,99 Euro pro Jahr. Es handelt sich dabei um App-Store-Angaben, die von den Konditionen auf der Website abweichen können.

Zum Leistungsumfang zählen elektronische Zahlungsbelege, ein Mieterhöhungs-Tool, das den relevanten Preisindex berücksichtigt, die Nebenkostenabrechnung, die Verwaltung von Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten sowie ein internes Nachrichtensystem zwischen Mietern und Vermietern. Die Anwendung ist mehrsprachig verfügbar, unter anderem auf Deutsch.

Für wen eignet sich welche App?

Alle fünf Lösungen zielen auf dieselbe Kerngruppe: Selbstverwalter mit ein bis fünf Einheiten, die ihre Immobilien ohne Hausverwaltung betreuen. Innerhalb dieser Gruppe entscheiden Arbeitsweise und Schwerpunkt:

  • Native App gewünscht: immocloud oder Rentila – beide über die offiziellen Stores, beide mit mobiler Beleg- beziehungsweise Zahlungslogik.
  • Browserlösung mit Fokus Nebenkosten: objego oder hellohousing – ohne Installation, mit ausgebauter Abrechnungsfunktion.
  • Windows-Arbeitsplatz mit gelegentlichem mobilem Zugriff: WISO Vermieter 365 – Desktop im Zentrum, Webversion als Ergänzung.

Kleine Hausverwaltungen können die Apps allenfalls ergänzend zum Desktopsystem nutzen, etwa für die Belegerfassung zwischen zwei Terminen; Mandantenlogik und Belegwesen bleiben in der Hausverwaltungssoftware angesiedelt. Für Großverwaltungen reicht keine der fünf Lösungen aus: Ab einer gewissen Bestandsgröße braucht es ein Verwaltungsportal wie casavi, das Prozesse zwischen Verwaltung, Mietern und Dienstleistern in einem System bündelt.

Grenzen und Fallstricke mobiler Vermieter-Apps

So praktisch die mobile Immobilienverwaltung ist – vier Einschränkungen sollten Vermieter kennen, bevor sie ihren Arbeitsalltag umstellen:

  • Nebenkostenabrechnung nur teilweise abgedeckt: Mehrere Apps reißen die Abrechnung nur an oder verkaufen sie als Zusatzmodul – objego berechnet dafür 0,95 Euro je Einheit und Monat, hellohousing stellt sie im Starter-Tarif nur als PDF bereit. Wer jährlich abrechnen muss, sollte vorab prüfen, ob auch Heizkosten nach HKVO abgebildet sind; ein Blick auf den Testsieger der Nebenkostenabrechnung-Software hilft bei der Einordnung.
  • Rechtssicherheit digitaler Protokolle: Ein digitales Übergabeprotokoll ist nur so belastbar wie seine Dokumentation. Fehlt die Bestätigung beider Parteien – etwa durch Unterschrift auf dem Gerät –, kann der Beweiswert im Streitfall begrenzt sein.
  • Datenschutz auf dem Privatgerät: Wer Mieterdaten auf dem privaten Smartphone verwaltet, riskiert bei Verlust oder Diebstahl des Geräts ein Datenschutzproblem. Gerätesperre und aktuelle Updates sind Pflicht; zudem lohnt der Blick auf den Serverstandort – immocloud etwa wirbt mit Rechenzentren in Deutschland.
  • Datenexport beim Anbieterwechsel: Ob sich Mietverträge, Belege und Protokolle vollständig exportieren lassen, ist bei den wenigsten Anbietern transparent geregelt. Vor der erstmaligen Dateneingabe sollte geklärt sein, in welchen Formaten – etwa CSV oder PDF – ein Auszug möglich ist.

Alle vier Punkte lassen sich mit einem kurzen Blick in die Tarif- und Datenschutzseiten der Anbieter klären, bevor Daten migriert werden.

Häufige Fragen zu Apps für Vermieter

Welche App eignet sich für wenige Wohnungen?

Für ein bis fünf Einheiten sind alle fünf vorgestellten Lösungen ausgelegt. Wer Wert auf eine native App legt, findet sie bei immocloud und Rentila. Wer lieber ohne Installation im Browser arbeitet, ist bei objego oder hellohousing richtig. WISO Vermieter 365 passt zu Vermietern, die zentral am Windows-PC arbeiten und mobil nur ergänzend zugreifen wollen.

Gibt es kostenlose Vermieter-Apps?

Ja, mit Einschränkungen. objego bietet einen dauerhaft kostenlosen Basics-Tarif mit unbegrenzter Immobilienzahl. Das Gratiskonto von Rentila ist auf eine Immobilie, zwei Mietverträge und zwei Mieter begrenzt. Die immocloud-App ist laut Anbieter kostenlos nutzbar, erweiterte Tarife sind kostenpflichtig; hellohousing gewährt eine einmonatige Testphase. Kostenlose Stufen decken selten den vollen Funktionsumfang ab – insbesondere die Nebenkostenabrechnung bleibt oft kostenpflichtig.

Ersetzt die App die Verwaltungssoftware?

Bei kleinen Portfolios kann eine App die klassische Software weitgehend ersetzen, sofern Mietkontrolle, Belegerfassung und Dokumentenablage ausreichen. Grenzen zeigen sich bei der vollständigen Nebenkostenabrechnung, bei rechtssicheren Protokollen und beim Datenexport. Wer mehr als eine Handvoll Einheiten verwaltet oder als Verwaltung tätig ist, braucht weiterhin ein vollwertiges System beziehungsweise ein Portal.

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