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Objego im Test: Kosten, Tarife und Erfahrungen für private Vermieter

Was kostet objego? Preise, Tarife und Erfahrungen im unabhängigen Test – mit Rechenbeispielen und Vergleich zu immocloud. Stand Juli 2026.

Immobilien Heute Redaktion 20 Min. Lesezeit
Screenshot der offiziellen Objego-Preisseite mit den Tarifstufen Basics, Verwaltung und Nebenkosten

Wer seine Mietobjekte digital verwalten will, trifft früher oder später auf objego. Die Vermietersoftware aus dem Umfeld des Messdienstleisters ista richtet sich an private Vermieter, die ihren Bestand ohne Buchhaltungswissen organisieren möchten – von der Mieterakte bis zur Betriebskostenabrechnung. Die zentrale Frage vor dem Einstieg: Wie hoch sind die objego Kosten, und welcher Baustein passt zu welchem Bestand? Die kurze Antwort: Die Basisversion ist dauerhaft kostenlos, das Verwaltungspaket kostet pauschal 7,95 Euro pro Monat, das Nebenkostenpaket 0,95 Euro je Mieteinheit und Monat. Dieser Test ordnet die Preisstruktur mit Stand Juli 2026 ein, rechnet typische Portfoliogrößen durch, beschreibt Funktionsumfang und Grenzen und vergleicht objego mit der Alternative immocloud.

Die objego Kosten auf einen Blick:

  • Basics: dauerhaft kostenlos – unbegrenzt viele Immobilien anlegen, Finanzübersicht, 1 GB Dokumentenspeicher
  • Verwaltung: 7,95 € pro Monat für den gesamten Account, unabhängig von der Anzahl der Einheiten
  • Nebenkosten: 0,95 € je Mieteinheit und Monat inklusive Betriebskostenabrechnung, Daten-Check und Mietpreisrechner
  • Vertragsbedingungen: 12 Monate Mindestlaufzeit mit monatlicher Abbuchung (Preise inkl. 19 % MwSt.), Kündigung bis 28 Tage vor Laufzeitende möglich
  • Zielgruppe: private Vermieter und Selbstverwalter; der Anbieter empfiehlt maximal 70 Nutzeinheiten pro Account

Objego Kosten: Die Preisstruktur im Überblick

Die Preisstruktur von objego setzt sich aus drei Bausteinen zusammen, die sich unabhängig voneinander buchen und kombinieren lassen. Der Einstieg erfolgt über die Basics: Diese Stufe ist zeitlich unbegrenzt kostenlos und erlaubt es, beliebig viele Immobilien digital anzulegen, die Finanzen im Blick zu behalten und Dokumente mit 1 GB Speicherplatz abzulegen. Das Paket Verwaltung kostet 7,95 Euro pro Monat. Die Besonderheit dieses Tarifs: Der Preis gilt pro Account und nicht pro Einheit. Wer zehn Wohnungen verwaltet, zahlt denselben Monatsbetrag wie der Eigentümer einer einzigen Eigentumswohnung. Das Paket Nebenkosten wird dagegen je Mieteinheit berechnet – 0,95 Euro monatlich pro abgerechneter Wohnung. Alle Preisangaben stammen von der offiziellen Preisseite von objego (Stand Juli 2026).

Bei den Vertragsbedingungen gilt es zwei Details zu beachten. Die kostenpflichtigen Pakete haben eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten und werden während der gesamten Laufzeit monatlich abgerechnet; eine jährliche Zahlweise wird auf der Preisseite nicht ausgewiesen. Als Zahlungsmethoden stehen Kreditkarte, PayPal und SEPA-Lastschrift zur Auswahl; die genannten Preise verstehen sich inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die Kündigung ist laut Anbieter-FAQ bis zu 28 Tage vor Ende der Laufzeit direkt im Nutzerprofil möglich. Ohne Kündigung verlängert sich der Vertrag automatisch; nach wirksamer Kündigung fällt der Account auf das kostenlose Basics-Paket zurück, ein vollständiger Verlust des Zugangs entsteht also nicht. Praktisch relevant für Vermieter: Die Kosten für objego sind nach Angabe des Anbieters steuerlich absetzbar.

Preistabelle: Basics, Verwaltung und Nebenkosten im Vergleich

Die folgende Tabelle fasst Preis, Abrechnungseinheit und Kernfunktionen der drei Stufen zusammen:

PaketPreisAbrechnungseinheitZentrale Funktionen
Basics0 €Unbegrenzt Immobilien anlegen, Finanzübersicht, 1 GB Dokumentenspeicher
Verwaltung7,95 €/MonatPauschal pro Account (alle Einheiten)Über 30 Vorlagen wie rechtskonforme Mietverträge und Mahnungen, digitaler Rechnungsimport mit automatischer Datenerkennung, Einnahmen- und Ausgabenverwaltung mit Excel-Export, automatische Kontrolle der Mieteingänge, unbegrenzter Cloud-Speicher
Nebenkosten0,95 €/MonatJe MieteinheitRechtskonforme Betriebskostenabrechnung, automatischer Daten-Check auf Plausibilität, Mietpreisrechner, Heizkostenabrechnung für Selbstableser

Entscheidend für die Gesamtrechnung ist die unterschiedliche Abrechnungslogik der beiden kostenpflichtigen Module: Während die Verwaltungskosten mit wachsendem Bestand konstant bleiben, steigen die Kosten für das Nebenkostenpaket linear mit jeder zusätzlichen Einheit.

Was kostet objego konkret bei 3, 10 oder 20 Einheiten? Rechenbeispiele

Modulpreise allein beantworten die Budgetfrage nur abstrakt. Die folgende Übersicht rechnet die objego Kosten für typische Portfoliogrößen privater Vermieter durch – jeweils mit und ohne Nebenkostenpaket, alle Werte pro Monat und inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer:

MieteinheitenNur VerwaltungNur NebenkostenVerwaltung + Nebenkosten
37,95 €2,85 €10,80 €
107,95 €9,50 €17,45 €
207,95 €19,00 €26,95 €
70 (Empfehlungsobergrenze des Anbieters)7,95 €66,50 €74,45 €

Die Beispiele zeigen zwei gegenläufige Effekte. Beim Verwaltungspaket sinken die Kosten pro Einheit mit jeder weiteren Wohnung: Bei drei Einheiten liegen sie rechnerisch bei 2,65 Euro je Einheit, bei 20 Einheiten nur noch bei rund 0,40 Euro. Das Nebenkostenpaket kennt dagegen keinen Mengenrabatt – hier gilt strikt das lineare Einheitenmodell. Aufs Jahr gerechnet ergeben sich für die Kombination beider Pakete 129,60 Euro bei drei Einheiten, 209,40 Euro bei zehn Einheiten und 323,40 Euro bei 20 Einheiten. Für Eigentümer, die nur eine einzelne Wohnung vermieten und keine Betriebskosten abrechnen müssen, reicht häufig schon die Gratisversion oder das reine Verwaltungspaket. Wer dagegen regelmäßig Betriebskostenabrechnungen für ein Mehrfamilienhaus erstellt, sollte mit dem kombinierten Modell kalkulieren – und bei wachsendem Bestand den linearen Preisanstieg des Nebenkostenmoduls einplanen.

Auch zwei Randfälle lassen sich exakt beziffern. Wer nur eine einzelne Wohnung vermietet und beide Pakete kombiniert, zahlt 8,90 Euro im Monat beziehungsweise 106,80 Euro im Jahr. Und die Marke von fünf Einheiten ist für den Anbietervergleich relevant, weil dort die Einstiegstarife vieler Mitbewerber greifen: objego liegt mit beiden Paketen bei 12,70 Euro monatlich – ein Wert, auf den der Abschnitt zum Vergleich mit immocloud noch im Detail eingeht.

Infografik: Was kostet objego konkret bei 3, 10 oder 20 Einheiten? Rechenbeispiele Mieteinheiten: 3 | Nur Verwaltung: 7,95 € | Nur N...

Funktionsumfang: Was steckt in den objego-Paketen?

Die kostenlose Basis bildet die Objekt- und Mieterverwaltung ab: Immobilien, Einheiten, Mieter und Verträge lassen sich unbegrenzt anlegen, eine Finanzübersicht bündelt die zugehörigen Zahlen, und 1 GB Speicherplatz nimmt erste Dokumente auf. Erst die Zusatzmodule schalten die Werkzeuge frei, für die die meisten Nutzer kommen. Das Verwaltungspaket ergänzt mehr als 30 Vorlagen, darunter rechtskonforme Mietverträge und Mahnungen, einen digitalen Rechnungsimport, der relevante Daten automatisch ausliest, sowie eine Einnahmen- und Ausgabenverwaltung mit Excel-Export. Das Bankkonto lässt sich direkt anbinden, wodurch objego die Mieteingänge automatisch kontrolliert. Der Speicherplatz für Dokumente ist in dieser Stufe unbegrenzt.

Darüber hinaus dokumentiert die Funktionsübersicht von objego weitere Bausteine: eine Dokumentenverwaltung, die Mietverträge, Übergabeprotokolle und Rechnungen kategorisiert ablegt, eine digitale Zählerstandserfassung, die Verbräuche automatisch berechnet und in die Betriebskostenabrechnung übernimmt, sowie die Vorbereitung der Anlage V für die Steuererklärung mit Exportfunktion. Technisch ist objego eine reine Cloud-Anwendung: Die Software läuft ohne Installation im Browser, der Zugriff ist damit auch von mobilen Geräten über den Browser möglich. Eine dedizierte native App bewirbt der Anbieter auf seiner Website nicht – ein Unterschied zu einigen Mitbewerbern. Als Nutzungsnachweise nennt objego über 45.000 erstellte Betriebskostenabrechnungen, mehr als 481.000 verwaltete Transaktionen und über 67.000 heruntergeladene Vorlagen; diese Kennzahlen stammen von der Anbieterseite und sind dort ohne Datumsangabe veröffentlicht.

Ein praktischer Mehrwert für Eigentümer ohne Steuerberater ist die Vorbereitung der Anlage V: Einnahmen und Ausgaben aus Vermietung und Verpachtung müssen in der Steuererklärung gesondert aufgeschlüsselt werden. objego bündelt die im Jahresverlauf erfassten Buchungen und Belege und stellt die Auswertung als Export bereit – das manuelle Zusammensuchen von Kontoauszügen und Quittungen zum Jahresende entfällt weitgehend. Voraussetzung ist allerdings, dass sämtliche Buchungen lückenlos in der Software gepflegt werden; eine steuerliche Beratung ersetzt die Funktion nicht.

Nebenkostenabrechnung mit objego: So funktioniert die Abrechnung in 4 Schritten

Das Nebenkostenpaket ist der funktionale Kern des Angebots, denn die Betriebskostenabrechnung gilt vielen privaten Vermietern als aufwendigste Pflichtaufgabe des Jahres. objego führt den Prozess in vier Schritten:

  • Daten eingeben: Zunächst werden alle Informationen zu Immobilien, Mietern und Verträgen hinterlegt.
  • Kosten anlegen: Anschließend werden die umlagefähigen Kosten erfasst und Umlageschlüssel ausgewählt; die Verteilung auf die Einheiten erfolgt automatisch.
  • Prüfen: Ein Daten-Check kontrolliert die Eingaben auf Sinnhaftigkeit, Abweichungen und auffällige Werte, bevor die Abrechnung erstellt wird.
  • Abrechnung erstellen: Am Ende steht eine versandfertige Abrechnung als PDF, die nach Anbieterangaben die inhaltlichen und formellen Anforderungen erfüllt.

Im selben Paket enthalten ist ein Mietpreisrechner, der die marktübliche Miete der hinterlegten Immobilien berechnet. Für die Heizkostenabrechnung mit objego gelten dagegen enge Voraussetzungen: Sie steht nur Selbstablesern offen, setzt ein Mehrfamilienhaus mit mindestens zwei Einheiten und eine Gaszentralheizung voraus, schließt gewerbliche Mietverhältnisse aus und verlangt das Kalenderjahr als Abrechnungszeitraum. Eine Anbindung an externe Messdienste gibt es nicht – wer die Verbrauchswerte von einem Ablesedienst erfassen lässt, muss sie manuell übernehmen. Für die klassische Konstellation eines privaten Mehrfamilienhauses mit eigener Ablesung deckt das Modul den Standardfall ab; komplexere Abrechnungsszenarien stoßen hier an Grenzen.

Der feste Abrechnungszeitraum hat auch eine rechtliche Dimension: Vermieter müssen die Betriebskostenabrechnung spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums beim Mieter zustellen – verspätete Nachforderungen sind grundsätzlich ausgeschlossen (§ 556 Abs. 3 BGB). Da viele private Abrechnungen ohnehin dem Kalenderjahr folgen, fällt die objego-Vorgabe für die Heizkosten in der Praxis meist nicht ins Gewicht. Wer dagegen mit einem versetzten Abrechnungszeitraum arbeitet, etwa von Juli bis Juni, kann die Heizkosten nicht über die Software abrechnen und muss diesen Teil extern lösen.

Funktionsansicht der Nebenkostenabrechnung von objego mit den vier Bearbeitungsschritten

Objego vs. immocloud: Wo liegen die Unterschiede bei Kosten und Funktionen?

Der häufigste Vergleichskandidat ist immocloud. Beide Anbieter verfolgen grundlegend unterschiedliche Preislogiken: objego setzt auf ein Baukastensystem, bei dem nur das Nebenkostenmodul je Einheit berechnet wird. immocloud arbeitet mit Staffeltarifen nach Einheitenzahl und weist seine Preise netto zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer aus – für einen fairen Vergleich müssen die Werte daher in Bruttopreise umgerechnet werden. Die Tarifseite von immocloud (Stand Juli 2026) listet folgende Stufen:

immocloud-TarifPreis bei 12 Monaten LaufzeitEinheitenBesondere Funktionen
Starter9,99 €/Monat zzgl. MwSt. (ca. 11,89 € brutto)bis 5DATEV-Export, digitale Mietverträge, KI-Belegerfassung
Manager15,99 € (bis 15) bzw. 25,99 € (bis 30) zzgl. MwSt.bis 15 / 30Mieterportal, Direktnachrichten per SMS, Dokumenteneingang per E-Mail
Investor39,99 €/Monat zzgl. MwSt. (ca. 47,59 € brutto)bis 50Mehrbenutzerzugriff
TycoonIndividuelles Angebotab 50Ausrichtung auf Hausverwaltungen

Ein konkreter Zahlenvergleich zeigt, wie sich das auswirkt. Bei fünf Einheiten kostet objego mit Verwaltungspaket 7,95 Euro brutto im Monat, inklusive Nebenkostenpaket 12,70 Euro. Die immocloud Kosten für den Starter liegen brutto bei rund 11,89 Euro – objego ist beim Einstieg also günstiger, sofern das Nebenkostenmodul nicht oder nur teilweise gebraucht wird. Bei 15 Einheiten dreht sich das Bild: Die objego-Kombination kostet dann 22,20 Euro brutto, immocloud Manager rund 19,03 Euro brutto. Funktional bietet immocloud bereits im Starter-Tarif einen DATEV-Export und eine KI-gestützte Belegerfassung, ab dem Manager-Tarif ein Mieterportal und SMS-Direktnachrichten; dazu bewirbt der Anbieter eine eigene mobile App und eine 45-tägige kostenlose Testphase ohne Zahlungsdaten. objego punktet dagegen mit einer isoliert buchbaren, je Einheit günstigen Betriebskostenabrechnung und einer kostenlosen Basis ohne Zeitlimit. In der Zielgruppe trennen sich die Wege: objego adressiert sehr kleine Privatbestände, immocloud zusätzlich größere Portfolios und professionelle Hausverwaltungen.

Ein weiterer Unterschied betrifft die Vertragsflexibilität: immocloud bietet seine Tarife wahlweise mit zwölf oder drei Monaten Laufzeit an – beim Starter kostet die kürzere Bindung 10,99 statt 9,99 Euro netto im Monat. objego setzt für beide kostenpflichtigen Pakete dagegen eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten voraus, erst nach deren Ablauf ist eine monatliche Kündigung möglich. Wer die Software vor einer Bindung ausprobieren möchte, nutzt bei objego daher am besten die zeitlich unbegrenzte Gratisversion als Testzugang.

Erfahrungen mit objego: Was Nutzer positiv und kritisch bewerten

Auf seiner Preisseite veröffentlicht objego Kundenstimmen mit Sternebewertungen. Ein Nutzer beschreibt das Programm als idealen Einstieg mit einfach erstellbarer Nebenkostenabrechnung und gut erreichbarem Support, eine zweite Stimme hebt die Übersichtlichkeit und die aus ihrer Sicht günstige Betriebskostenabrechnung hervor, ein dritter berichtet, dass sich Verwaltungsaufgaben seit der Nutzung deutlich schneller erledigen lassen. Diese Rückmeldungen sind Einzelmeinungen auf der Anbieterseite und keine repräsentative Erhebung – sie zeigen lediglich, welche Stärken objego selbst in den Vordergrund stellt.

Unabhängige Testportale und der Vergleich der Testsieger bei der Nebenkostenabrechnungs-Software zeichnen ein ähnliches, differenzierteres Bild. Ein großes Vergleichsportal führt objego mit dem Gesamturteil „Gut“ und einer Nutzerwertung von 4,6 aus 13 Berichten; in den Einzelkategorien erreichen Preistransparenz 80 von 100 Punkten, Bedienbarkeit 82 und Funktionsumfang 78, während Schnittstellen (55 von 100) und Skalierbarkeit (58 von 100) deutlich schwächer abschneiden. Das deckt sich mit dem Produktprofil: starke Grundfunktionen für kleine private Bestände, spürbare Grenzen bei Integration und Wachstum. Als Kritikpunkt nennt ein einzelner Testbericht eingeschränkte Exportmöglichkeiten bei einem Anbieterwechsel – Stammdaten wie Mieter und Buchungen ließen sich demnach nur als PDF sichern. Diese Angabe ist bislang nur einfach belegt und sollte im Zweifel direkt beim Anbieter erfragt werden.

Für wen eignet sich objego – und für wen nicht?

objego ist für eine klar umrissene Nutzergruppe gebaut. Geeignet ist die Software für:

  • Selbstverwalter und private Vermieter mit wenigen bis mittleren Einheitenzahlen; der Anbieter selbst empfiehlt maximal 70 Nutzeinheiten pro Account
  • Vermieter ohne Buchhaltungswissen, die eine nachvollziehbare, rechtssichere Betriebskostenabrechnung ohne externe Hilfe erstellen wollen
  • Eigentümer mit Steuerbezug, die ihre Anlage V für die Steuererklärung aus gepflegten Buchungsdaten vorbereiten möchten

Weniger passend ist objego in drei Konstellationen. Erstens für die WEG-Verwaltung: Funktionen wie Beschlusssammlung oder die Organisation von Eigentümerversammlungen sind nicht Teil des Angebots. Zweitens für gewerbliche Mietverhältnisse – schon die Heizkostenabrechnung schließt Gewerbe ausdrücklich aus, und das Gesamtprodukt zielt auf private Vermieter. Drittens für professionelle Verwaltungen mit DATEV-Pflicht: Eine DATEV-Schnittstelle für die Zusammenarbeit mit Steuerberatern listet objego auf seiner Website nicht, hier bieten Alternativen wie immocloud bereits im Einstiegstarif einen entsprechenden Export.

Grenzen und Fallstricke bei objego

Auch ein günstiges Preismodell hat Schattenseiten. Vor der Buchung sollten Vermieter diese Punkte kennen:

  • Gratisstufe ohne Abrechnungsfunktion: Die Basics enthalten weder das Verwaltungs- noch das Nebenkostenmodul; wer abrechnen oder Vorlagen nutzen will, braucht ein kostenpflichtiges Paket. Der Speicher ist auf 1 GB begrenzt.
  • Heizkosten nur per Selbstablesung: Ohne Anschluss an externe Messdienste bleibt die Heizkostenabrechnung auf den engen Rahmen aus Gaszentralheizung, Mehrfamilienhaus und Kalenderjahr beschränkt.
  • Kein beworbener nativer App-Store-Auftritt: Die mobile Nutzung läuft über den Browser; eine eigenständige App für iOS oder Android ließ sich in der Recherche nicht verifizieren.
  • Datenimport nur teilweise automatisiert: Rechnungen erkennt das System automatisch, ein dokumentierter Import bestehender Bestandsdaten aus Excel fehlt – die Erstanlage von Objekten und Mietern erfolgt manuell.
  • Preissprung bei wachsendem Bestand: Das lineare Modell von 0,95 Euro je Einheit macht die Nebenkostenabrechnung bei 70 Einheiten mit 66,50 Euro im Monat zum deutlichen Kostenfaktor.
  • Kündigungsfenster beachten: Trotz monatlicher Abbuchung bindet die 12-Monats-Laufzeit; wer den Termin 28 Tage vor Laufzeitende verpasst, verlängert automatisch.

Häufige Fragen zu objego und den Kosten (FAQ)

Was kostet objego pro Einheit?

Das hängt vom gebuchten Paket ab. Die Basics sind kostenlos und erlauben unbegrenzt viele Einheiten. Das Verwaltungspaket kostet pauschal 7,95 Euro pro Monat für den gesamten Account – je Einheit sinkt dieser Anteil mit wachsendem Bestand. Das Nebenkostenpaket kostet 0,95 Euro je Mieteinheit und Monat. Ein Bestand von zehn Einheiten mit beiden Paketen liegt damit bei 17,45 Euro monatlich inklusive Mehrwertsteuer (Stand Juli 2026).

Ist die kostenlose Version von objego brauchbar?

Für die Grundverwaltung ja: Immobilien, Mieter und Verträge lassen sich unbegrenzt anlegen, die Finanzübersicht ist enthalten, und Dokumente finden in 1 GB Speicher Platz. Die Kernaufgaben vieler Vermieter – Betriebskostenabrechnung, Vorlagen, automatische Mieteingangskontrolle – sind der Gratisstufe aber nicht enthalten. Die kostenlose Version eignet sich daher als Einstieg, um die Grundverwaltung der Hausverwaltungssoftware kostenlos kennenzulernen; für Abrechnungsfunktionen ersetzt sie jedoch kein kostenpflichtiges Paket.

Wie unterscheidet sich objego von immocloud?

Vor allem im Preismodell und in der Zielgruppe. objego rechnet modular ab: 7,95 Euro pauschal für die Verwaltung plus 0,95 Euro je Einheit für die Nebenkostenabrechnung, alle Preise brutto. immocloud staffelt nach Einheitenzahl – Starter 9,99 Euro netto für bis zu fünf Einheiten, Manager ab 15,99 Euro netto – und liefert DATEV-Export, KI-Belegerfassung und eine mobile App von Anfang an mit. Bei sehr kleinen Beständen ist objego günstiger einsteigbar; bei größeren Portfolios und professionellen Anforderungen wie Mehrbenutzerzugriff oder Verwaltung ab 50 Einheiten adressiert immocloud die passenderen Tarife.

Unterm Strich lassen sich die objego Kosten in einem Satz zusammenfassen: kostenlos starten, 7,95 Euro für die Verwaltung, 0,95 Euro je Einheit für die Abrechnung. Ob das Modell zum eigenen Bestand passt, prüfen Vermieter am sichersten in der zeitlich unbegrenzt kostenlosen Basisversion. Alle Preisangaben in diesem Artikel beziehen sich auf die Anbieterseiten mit Stand Juli 2026; Konditionen können sich ändern.

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