Nebenkostenabrechnung-Software im Test: Welcher Testsieger passt zu welchem Vermieter?
Nebenkostenabrechnung Software Testsieger gesucht? Kein pauschaler Sieger, sondern die passende Loesung je Zielgruppe: WISO Vermieter 365, immocloud, objego, hellohousing und Rentila im Vergleich mit Preisen, Funktionen und Grenzen (Stand Juli 2026).


Den einen Testsieger unter den Nebenkostenabrechnung-Software-Lösungen gibt es nicht. Dafür unterscheiden sich die Anforderungen zu stark: Wer zwei Eigentumswohnungen vermietet, braucht ein anderes Werkzeug als eine kleine Hausverwaltung mit gemischtem Bestand aus eigener Mietverwaltung und WEG-Anteil. Wir haben fünf aktuelle Programme verglichen: WISO Vermieter 365 von Buhl, immocloud, objego, hellohousing und Rentila. Bewertet haben wir sieben Kriterien – vom Einrichtungsaufwand über die Heizkostenabrechnung bis zur Verständlichkeit des erzeugten Abrechnungsschreibens. Alle Preis- und Funktionsangaben beziehen sich auf den Stand Juli 2026. Das Ergebnis: Statt eines Gesamtsiegers gibt es je nach Anwendungsfall unterschiedliche Empfehlungen – und einige Fallstricke, die keines der fünf Tools abfängt.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
- Kein pauschaler Testsieger: Die Empfehlung hängt von der Zielgruppe ab. Selbstverwalter mit wenigen Einheiten, semi-professionelle Vermieter mit gemischtem Bestand und kleine Verwaltungen mit WEG-Anteil brauchen unterschiedliche Lösungen.
- Schnellster Einstieg: hellohousing und WISO Vermieter 365 überzeugen bei Einrichtungsaufwand und Verständlichkeit der erzeugten Abrechnung.
- WEG-Einschränkung: immocloud deckt die vollwertige WEG-Hausgeldabrechnung nicht ab und scheidet damit für Verwaltungen mit WEG-Anteil aus.
- Sehr unterschiedliche Preismodelle: objego setzt auf kostenlose Basics plus zubuchbare Module ab 0,95 Euro je Einheit, Rentila auf gestaffelte Abos ab 4,90 Euro im Monat zzgl. MwSt., WISO auf ein Jahresabo oder einen Einmalkauf.
- Rechtssicherheit bleibt Vermieterpflicht: Kein Tool prüft, ob die Umlage wirksam vereinbart ist. Die zwölfmonatige Abrechnungsfrist nach § 556 Abs. 3 BGB müssen Sie selbst im Blick behalten.
Wie wir getestet haben: das Bewertungsraster
Damit der Vergleich nachvollziehbar bleibt, legen wir unser Bewertungsraster offen. Wir haben die fünf Programme im Juli 2026 anhand von sieben Kriterien bewertet. Grundlage waren die Preis- und Produktseiten der Anbieter, deren Helpcenter-Dokumentationen sowie die frei zugänglichen Test- und Demoversionen. Jeder Kandidat durchlief denselben Prüfpfad: Wir legten einen Musterbestand mit mehreren Wohneinheiten an, erfassten typische Kostenpositionen von der Grundsteuer bis zur Gebäudeversicherung, bildeten einen Mieterwechsel mitten im Abrechnungszeitraum ab und erzeugten jeweils eine komplette Abrechnung als PDF. Statt Punktzahlen vergeben wir textliche Bewertungen, weil die Anforderungen je nach Bestand zu unterschiedlich für eine übergreifende Gesamtnote sind.
- Einrichtungsaufwand: Wie schnell ist ein Objekt mit Mietverhältnissen und Kostenpositionen angelegt?
- Umlageschlüssel und Sonderfälle: Welche Verteilerschlüssel stehen bereit, und wie werden Leerstand, Mieterwechsel und gemischte Nutzung abgebildet?
- Heizkosten und Messdienstanbindung: Gibt es eine Heizkostenabrechnung nach Heizkostenverordnung, und lassen sich extern erfasste Verbrauchswerte einbinden?
- CO2-Kostenaufteilung: Unterstützt das Tool die gesetzlich vorgeschriebene Aufteilung der Kohlendioxidkosten zwischen Vermieter und Mieter?
- Belegverwaltung und Belegeinsicht: Wie werden Rechnungen erfasst, zugeordnet und für Mieter nachvollziehbar bereitgestellt?
- Verständlichkeit des Abrechnungsschreibens: Erzeugt die Software ein Dokument, das Mieter ohne Fachwissen verstehen?
- Support und Preis-Leistung: Wie gut ist Hilfe erreichbar, und steht der Preis in einem fairen Verhältnis zum Funktionsumfang?
Bewusst nicht bewertet haben wir die juristische Korrektheit einzelner Abrechnungsinhalte: Keine Software ersetzt die Prüfung des eigenen Mietvertrags. Ebenso wenig ersetzt eines der Programme eine steuerliche oder rechtliche Beratung; diese bleibt Aufgabe von Steuerberater oder Fachanwalt. Details zu den Grenzen der Werkzeuge lesen Sie im Abschnitt zu Grenzen und Fallstricken.
Die fünf Testkandidaten im Überblick
Die folgende Tabelle verdichtet unsere Bewertungen über alle sieben Kriterien hinweg. Sie dient als Schnellorientierung; die ausführliche Begründung jeder Bewertung finden Sie in den anschließenden Einzeltests.
Bewertung nach Kriterien
| Kriterium | WISO Vermieter 365 | immocloud | objego | hellohousing | Rentila |
|---|---|---|---|---|---|
| Einrichtungsaufwand | Geführter Assistent, schneller Start | Strukturiert, etwas Einarbeitung | Schlank und übersichtlich | Drei-Schritte-Prozess, sehr niedrig | Einfach, wenige deutsche Vorgaben |
| Umlageschlüssel & Sonderfälle | Gängige Schlüssel, hilfreiche Assistenten | Flexible Schlüssel je Position | Schlüssel je Position wählbar | Gängige Schlüssel, geführte Auswahl | Standards, wenig dokumentiert |
| Heizkosten & Messdienst | Inklusive, externe Werte einbindbar | Inklusive, mit Zählermanagement | Nur Selbstablesung, keine Messdienstanbindung | Nach Heizkostenverordnung | Nicht im Fokus, manuell |
| CO2-Kostenaufteilung | Keine dedizierte Funktion | Keine dedizierte Funktion | Keine dedizierte Funktion | Keine dedizierte Funktion | Keine dedizierte Funktion |
| Belegverwaltung & Belegeinsicht | Belegablage, Steuer-Export | Dokumenteneingang ab Manager-Tarif | Rechnungsimport mit Auslesen im Modul Verwaltung | KI-Texterkennung, automatische Zuordnung | Dokumentenablage, Speicher je Tarif |
| Verständlichkeit des Abrechnungsschreibens | Verständlich, erklärende Texte | Professionell, Mieterportal ab Manager | Klar und kompakt | Sehr verständlich, Muster-PDF verfügbar | Funktional, wenige Erläuterungen |
| Support & Preis-Leistung | Herstellersupport, sehr günstig | Kundensupport inklusive, höherer Preis | Hilfecenter, faire Modulpreise | Guter Support, günstiger Einstieg | Basis-Support gratis, unschlagbar günstig |
Zwei Befunde stechen heraus: Bei der CO2-Kostenaufteilung zeigen alle fünf Anbieter dieselbe Lücke – kein Tool bildet das gesetzliche Stufenmodell als geführte Funktion ab. Und bei der Heizkostenabrechnung trennt sich die Spreu vom Weizen: Nur WISO Vermieter 365, immocloud und hellohousing decken sie belastbar ab.
Preise, Gratisstufen und Testphasen (Stand Juli 2026)
Die Preismodelle unterscheiden sich grundlegend: Einmalkauf, Jahresabo, monatliches Abo, modulare Abrechnung je Einheit und echte Gratisstufen kommen nebeneinander vor. Die Tabelle ordnet die Modelle; Details erläutern die Einzeltests.
| Anbieter | Preismodell | Einstiegspreis | Gratisstufe | Testphase |
|---|---|---|---|---|
| WISO Vermieter 365 | Jahresabo oder Einmalkauf, identischer Funktionsumfang | 34,99 € pro Jahr beziehungsweise 49,99 € einmalig | Nein | Kostenloser Browser-Test |
| immocloud | Abo, gestaffelt nach Einheitenzahl, zzgl. MwSt. | 9,99 € pro Monat (bis 5 Einheiten, 12 Monate Laufzeit) | Nein | 45 Tage kostenlos |
| objego | Modular: Basics kostenlos, Module zubuchbar | 7,95 € pro Monat (Verwaltung) plus 0,95 € je Einheit (Nebenkosten) | Ja, ohne Abrechnungsmodul | Basics dauerhaft kostenlos nutzbar |
| hellohousing | Abo in drei Stufen | 4,50 € pro Monat (Starter) | Nein | 1 Monat kostenlos |
| Rentila | Abo, monatlich oder jährlich (Jahreszahlung günstiger) | 4,90 € pro Monat zzgl. MwSt. (Silber, 2–5 Einheiten) | Ja, eine Einheit | 15 Tage Vollzugriff |
Beachten Sie die unterschiedliche Steuerlogik: immocloud und Rentila weisen Nettopreise zuzüglich Mehrwertsteuer aus, WISO, objego und hellohousing Endkundenpreise. Die Softwarekosten sind als Werbungskosten bei der Vermietung steuerlich absetzbar.
WISO Vermieter 365 im Test
34,99 Euro im Jahr oder 49,99 Euro einmalig: WISO Vermieter 365 von Buhl ist der Preis-Leistungs-Sieger im Testfeld. Ungewöhnlich ist die Wahlfreiheit zwischen Jahresabo und Einmalkauf bei identischem Funktionsumfang – wer Abos ablehnt, zahlt einmal und arbeitet dauerhaft. Rechnerisch amortisiert sich der Einmalkauf bereits im zweiten Nutzungsjahr: Zwei Abo-Jahre kosten mit 69,98 Euro mehr als der einmalige Kaufpreis. Wer die Software langfristig einsetzen will, fährt mit der Einmallizenz günstiger; das Abo hält dagegen die Einstiegshürde niedrig. Ein kostenloser Browser-Test erlaubt vor dem Kauf einen Blick in die Anwendung. Nach Anbieterangaben nutzen über 99.000 Anwender die Web-App; die Daten liegen auf Servern in Deutschland.
Ein Assistent führt Schritt für Schritt durch die Nebenkostenabrechnung: Objekt und Mietverhältnisse anlegen, Kostenpositionen erfassen, Verteilerschlüssel wählen, Abrechnung erzeugen. Zählerstände lassen sich mobil direkt vor Ort erfassen, die Abrechnung selbst erledigen Sie ortsunabhängig an jedem Rechner. Die Heizkostenabrechnung ist im Umfang enthalten; extern erfasste Verbrauchswerte, etwa vom beauftragten Messdienst, können eingebunden werden. Praktisch für die Steuer sind die Schnittstellen zu WISO steuer und finanzblick, die den Export der Einnahmen und Ausgaben vereinfachen. Optional lässt sich eine Rechtsberatung der ARAG zubuchen – ein Zusatzmodul, das vor allem Vermietern ohne eigenen Rechtsbeistand Sicherheit gibt.
Die Grenzen: Die WEG-Hausgeldabrechnung für Eigentümergemeinschaften ist nicht Teil von WISO Vermieter 365; dafür bietet Buhl mit WISO Hausverwalter 365 ein eigenes Programm an. Sonderfälle wie gemischte Nutzung oder Leerstand erfordern wie bei jedem Tool sauber gepflegte Stammdaten und die richtige Auswahl des Verteilerschlüssels.
Für wen geeignet: Selbstverwalter mit wenigen Einheiten, die eine geführte, verständliche Abrechnung zum kleinen Preis suchen.
immocloud im Test
immocloud richtet sich an Vermieter, deren Portfolio wächst. Die Tarife von immocloud staffeln sich nach Einheitenzahl: Der Starter-Tarif für bis zu fünf Einheiten kostet 9,99 Euro pro Monat bei zwölfmonatiger Laufzeit (10,99 Euro bei dreimonatiger Laufzeit), jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Für private Vermieter, die die Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer abziehen können, liegt der Einstieg damit effektiv bei rund 11,90 Euro monatlich. Der Manager-Tarif umfasst bis zu 15 Einheiten für 15,99 Euro oder bis zu 30 Einheiten für 25,99 Euro im Monat; der Investor-Tarif deckt bis zu 50 Einheiten für 39,99 Euro monatlich ab. Mit der Tarifstufe sinkt der Preis je Einheit spürbar: Im Investor-Tarif kostet die einzelne Einheit rechnerisch nur noch rund 80 Cent im Monat. Testen lässt sich die Software 45 Tage kostenlos und unverbindlich, ohne Hinterlegung von Zahlungsdaten – die längste Testphase im Vergleichsfeld.
Funktional deckt immocloud die gesamte Mietverwaltung ab: digitaler Postversand, digitale Mietverträge, DATEV-Export für den Steuerberater und ein Zählermanagement gehören in alle Tarife. Ab dem Manager-Tarif kommen ein Mieterportal, Direktnachrichten per SMS und eine Dokumenteneingangs-E-Mail hinzu. Die Nebenkostenabrechnung profitiert von dieser Infrastruktur: Belege laufen digital ein, Verbrauchsdaten liegen bereits im System. Das erzeugte Abrechnungsschreiben wirkt professionell; über das Mieterportal erhalten Mieter ihre Unterlagen digital.
Ein Fallstrick betrifft die Zielgruppe mit WEG-Anteil: immocloud weist in der eigenen Helpcenter-Dokumentation darauf hin, dass nur eine vereinfachte Abrechnung auf WEG-Basis möglich ist – die vollwertige WEG-Hausgeldabrechnung für Eigentümergemeinschaften gehört nicht zum Leistungsumfang. Wer neben Mieteinheiten auch eine Eigentümergemeinschaft verwaltet, braucht dafür eine Speziallösung.
Für wen geeignet: Semi-professionelle Vermieter mit gemischtem Mietbestand, die Wert auf Mieterportal, DATEV-Anbindung und skalierbare Tarife legen. Zu den immocloud-Tarifen
objego im Test
objego verfolgt das flexibelste Preismodell im Testfeld. Die Basics sind dauerhaft kostenlos: unbegrenzt viele Immobilien digital verwalten, Finanzen im Blick behalten und Dokumente mit einem Gigabyte Speicher ablegen. Für die eigentliche Abrechnungsarbeit werden zwei Module zugebucht: Das Modul Verwaltung kostet pauschal 7,95 Euro pro Monat – unabhängig von der Zahl der Einheiten – und enthält über 30 Vorlagen, den digitalen Rechnungsimport mit automatischem Auslesen der relevanten Daten sowie die Kontrolle der Mieteingänge. Das Modul Nebenkosten kostet 0,95 Euro je Mieteinheit und Monat und erstellt die Betriebskostenabrechnung; ein Daten-Check prüft Eingaben auf Sinnhaftigkeit und auffällige Werte, ein Mietpreisrechner ist ebenfalls enthalten. Beispielrechnung: Bei zehn Einheiten zahlen Sie 17,45 Euro im Monat, bei fünf Einheiten 12,70 Euro und bei zwei Einheiten 9,85 Euro. Zu beachten ist die Mindestlaufzeit von zwölf Monaten. Hinter objego steht mit ista einer der großen Messdienstkonzerne Deutschlands.
Der Aufbau in zwei Stufen hat einen praktischen Vorteil: Weil die Basics dauerhaft kostenlos sind, können Sie Objekte, Mieter und Stammdaten in Ruhe anlegen, bevor Sie etwas zahlen. Das Abrechnungsmodul buchen Sie erst hinzu, wenn die Daten stehen und die Abrechnung ansteht. Planen Sie dabei die zwölfmonatige Mindestlaufzeit ein: Ein früh im Jahr gebuchtes Modul läuft weiter, auch wenn die Abrechnung längst erstellt ist – der optimale Buchungszeitpunkt liegt kurz vor dem Abrechnungsstichtag.
An einer Stelle zeigt sich jedoch eine Einschränkung: Die Heizkostenabrechnung funktioniert nur für Selbstableser; die Verbrauchswerte werden manuell eingegeben. Eine direkte Anbindung an Messdienste mit automatischem Datenimport gibt es nicht. Wer die Verbrauchserfassung ausgelagert hat, muss die Werte aus den Messdienst-Unterlagen übertragen.
Für wen geeignet: Einsteiger und kostenbewusste Vermieter kleiner und mittlerer Bestände, die nur für Funktionen zahlen wollen, die sie tatsächlich nutzen. Zu den objego-Preisen
hellohousing im Test
Bei der Belegerfassung setzt hellohousing den Maßstab im Testfeld: Eine KI-gestützte Texterkennung liest Rechnungsbeträge automatisch aus und ordnet Belege den passenden Kostenpositionen zu. Das Abtippen von Rechnungen entfällt weitgehend; Sie prüfen nur noch die erkannten Werte, statt sie manuell zu erfassen. Der Weg zur fertigen Abrechnung folgt drei Schritten – Immobilie und Mietverhältnisse anlegen, Betriebs- und Heizkosten erfassen, die Abrechnung als PDF erstellen. Die Heizkostenabrechnung wird nach der Heizkostenverordnung erstellt. Auf der Anbieterseite steht ein Muster-PDF der Abrechnung zum Download bereit; das Dokument ist auch für Mieter ohne Fachwissen gut verständlich. Laden Sie dieses Muster vor der Buchung herunter und prüfen Sie, ob Aufbau und Erläuterungen zu Ihren Kostenpositionen passen – so sehen Sie vorab genau, was Ihre Mieter später erhalten. Ab dem Premium-Tarif kommt ein Mieterportal hinzu, über das Abrechnungen digital bereitgestellt werden.
Die Tarife: Der Starter-Tarif kostet 4,50 Euro pro Monat, Premium 9,50 Euro, Professional 19,50 Euro. Für die Abrechnung selbst genügt die Starter-Stufe; wer Abrechnungen über das Mieterportal bereitstellen will, braucht mindestens Premium. Einen Monat lang lässt sich die Software kostenlos testen – dieser Zeitraum reicht aus, um eine komplette Abrechnung probehalber zu erstellen. Laden Sie dafür echte eigene Belege hoch, denn nur so zeigt sich, wie zuverlässig die Texterkennung mit Ihrem konkreten Belegmix aus Handwerkerrechnungen, Versicherungen und Hausmeisterkosten umgeht. Der Anbieter ist seit 2021 am Markt und gibt über 15.000 Nutzer sowie eine Nutzerbewertung von 4,9 von 5 Punkten an; die Professional-Stufe zielt auf kleine Hausverwaltungen mit erweitertem Funktionsbedarf.
hellohousing ist die jüngste Lösung im Testfeld und konzentriert sich konsequent auf private Vermieter und kleine Verwaltungen. Für sehr große Portfolios oder die WEG-Hausgeldabrechnung ist die Software nicht ausgelegt.
Für wen geeignet: Vermieter und kleine Verwaltungen, die viele Belege verarbeiten und den Aufwand der Buchhaltung mit KI-Unterstützung senken wollen.

Rentila im Test
Rentila kommt aus Frankreich, ist in mehreren Ländern aktiv und bietet eine vollständig deutschsprachige Version. Das Tool ist der Preis-Champion im Testfeld: Die kostenlose Stufe umfasst eine Einheit, zwei Mieter, zwei Mietverhältnisse und 50 Megabyte Speicher – für die einzelne Einliegerwohnung eine komplette Gratislösung inklusive Nebenkostenabrechnung. Da diese Stufe nicht zeitlich befristet ist, können Sie das Tool ohne jeden Testdruck kennenlernen. Der Silber-Tarif für zwei bis fünf Einheiten kostet 4,90 Euro pro Monat zuzüglich Mehrwertsteuer oder 49 Euro bei jährlicher Zahlung – das entspricht rechnerisch rund 4,10 Euro im Monat. Er hebt die Begrenzungen bei Mietern und Verträgen auf und ergänzt elektronische Signatur, Bankschnittstelle, einen KI-Assistenten und priorisierten Support. Der Gold-Tarif für unbegrenzt viele Objekte liegt bei 9,90 Euro monatlich beziehungsweise 99 Euro im Jahr. Nach der Registrierung gewährt der Anbieter 15 Tage Vollzugriff zum Testen aller Funktionen; nutzen Sie dieses Fenster gezielt für die kostenpflichtigen Extras wie Bankschnittstelle und elektronische Signatur, bevor Sie sich für eine Stufe entscheiden.
Die Nebenkostenabrechnung berechnet die umlagefähigen Kosten und erstellt das Dokument für den Mieter. Im Vergleich mit den deutschen Anbietern ist der Funktionsumfang allerdings weniger detailliert dokumentiert; eine Heizkostenabrechnung nach der deutschen Heizkostenverordnung ist nicht erkennbar. Deutsche Besonderheiten – etwa der Betriebskostenkatalog oder die CO2-Kostenaufteilung – werden weniger tief abgebildet. Der Datenimport aus Altsystemen oder Excel läuft weitgehend manuell. Als internationaler Anbieter unterliegt Rentila der DSGVO; wer Wert auf einen Serverstandort in Deutschland legt, sollte die Datenhaltung vorab prüfen.
Für wen geeignet: Eigentümer sehr kleiner Bestände mit schlichten Abrechnungsfällen und engem Budget. Zu den Rentila-Tarifen
Testsieger je Zielgruppe: Welche Nebenkostenabrechnung-Software passt zu welchem Vermieter?
Statt einen einzigen Testsieger auszurufen, ordnen wir die fünf Kandidaten den drei typischen Anwendungsfällen zu:
- Selbstverwalter mit wenigen Einheiten – Testsieger: WISO Vermieter 365. 34,99 Euro im Jahr für eine geführte, verständliche Abrechnung inklusive Heizkosten ist im Testfeld unübertroffen günstig; wer Abos ablehnt, wählt den Einmalkauf für 49,99 Euro. Alternativen: Rentila kostenlos bei genau einer Einheit, hellohousing Starter für 4,50 Euro monatlich, wenn die KI-Belegerfassung wichtiger ist als der Preis, oder objego, wenn Sie mit den kostenlosen Basics starten und Module erst bei Bedarf zubuchen wollen.
- Semi-professionelle Vermieter mit gemischtem Bestand – Testsieger: immocloud. Skalierbare Tarife bis 50 Einheiten, Mieterportal, digitaler Postversand und DATEV-Export passen zu wachsenden Portfolios. Wer vor allem unter Belegflut leidet, fährt mit hellohousing Professional für 19,50 Euro monatlich und dessen KI-Texterkennung mindestens ebenso gut.
- Kleine Verwaltung mit WEG-Anteil – kein Testsieger im engeren Sinn. Keines der fünf getesteten Tools ersetzt die WEG-Hausgeldabrechnung; immocloud schließt sie ausdrücklich aus. Die pragmatische Lösung: den Mietbestand mit hellohousing Professional oder immocloud abrechnen und die Eigentümergemeinschaft über eine spezialisierte WEG-Software wie WISO Hausverwalter 365 führen.
Diese Zuordnung ersetzt nicht den eigenen Test: Anforderungen an Umlageschlüssel, Heizkosten und Belegfluss sind zu individuell für eine Ferndiagnose. Liegen Sie zwischen zwei Zielgruppen – etwa drei eigene Mieteinheiten plus einer zu verwaltenden Eigentümergemeinschaft –, entscheidet der Engpass: Die WEG-Abrechnung erfordert ohnehin eine Speziallösung, für den eigenen Mietbestand genügt dann ein schlankes, günstiges Tool.
Grenzen und Fallstricke von Abrechnungssoftware
Fünf Punkte sollten Vermieter kennen, bevor sie sich auf ein Tool verlassen:
- Keine Software prüft die Rechtssicherheit der Umlage. Ob Betriebskosten im Mietvertrag wirksam vereinbart sind und ob die Abrechnung formell korrekt ist, kontrolliert kein Programm. Software rechnet – die Verantwortung bleibt beim Vermieter.
- Die Abrechnungsfrist beträgt zwölf Monate. Nach § 556 Abs. 3 BGB muss die Abrechnung spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zugehen; versäumte Fristen führen in der Regel zum Verlust von Nachforderungen. Manche Tools erinnern an Termine, die Einhaltung bleibt Ihre Pflicht.
- Heizkosten ohne Messdienst sind kaum korrekt abrechenbar. Die Heizkostenverordnung schreibt eine verbrauchsabhängige Abrechnung vor. Ohne geeichte Erfassungsgeräte und die Verbrauchswerte eines Messdiensts lässt sich das mit Selbstableser-Lösungen nur bedingt sauber abbilden.
- Der Datenimport aus Altsystemen kostet Zeit. Wer bisher mit Excel oder einer älteren Software gearbeitet hat, muss Stammdaten, Mieter und offene Posten meist manuell oder über Im- und Exporte übertragen. Planen Sie für den Wechsel mindestens einen halben Tag ein.
- Die CO2-Kostenaufteilung bleibt eine Marktlücke. Seit 2023 müssen die Kohlendioxidkosten bei Gebäuden mit zentraler Heizung zwischen Vermieter und Mieter nach einem Stufenmodell aufgeteilt werden. Keines der fünf getesteten Tools bildet diese Stufenlogik als geführte Funktion ab (Stand Juli 2026); die Aufteilung muss manuell berechnet und als separate Position eingepflegt werden.
Diese Grenzen relativieren den Nutzen der Software nicht – sie ordnen ihn ein. Die Tools nehmen Rechen- und Formatabarbeit ab, ersetzen aber weder die Prüfung des Mietvertrags noch die Fristkontrolle.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es einen Stiftung-Warentest-Testsieger für Nebenkostenabrechnung-Software?
Nein. Stiftung Warentest hat bislang keinen aktuellen Test von Software für die Nebenkostenabrechnung veröffentlicht (Stand Juli 2026). Testsieger-Auszeichnungen, die Anbieter oder Vergleichsportale nennen, stammen aus deren eigenen Vergleichen oder aus Kundenbewertungen und sind mit der Stiftung Warentest nicht gleichzusetzen.
Was kostet gute Nebenkostenabrechnung-Software?
Die Spanne reicht von kostenlos bis rund 40 Euro im Monat. Für eine geführte Komplettlösung zahlen Sie bei WISO Vermieter 365 nur 34,99 Euro pro Jahr. Cloud-Tarife für größere Bestände liegen zwischen 9,99 Euro (immocloud Starter) und 39,99 Euro (immocloud Investor, bis 50 Einheiten) monatlich. objego rechnet modular ab: 7,95 Euro pauschal plus 0,95 Euro je Einheit. Entscheidend ist der Preis pro abgerechneter Einheit – der sinkt bei objego und Rentila mit wachsender Objektzahl deutlich.
Reicht die Gratisversion für die Nebenkostenabrechnung?
Für genau eine Einheit mit schlichtem Abrechnungsfall ja: Die kostenlose Stufe von Rentila erstellt die Nebenkostenabrechnung ohne Kosten. Bei objego ist die Gratisstufe dagegen auf die Verwaltung beschränkt – die Abrechnung selbst kostet 0,95 Euro je Einheit. Sobald mehrere Einheiten, Heizkosten nach der Heizkostenverordnung oder Sonderfälle wie Mieterwechsel dazukommen, ist eine bezahlte Version die sicherere Wahl.
Fazit: Erst testen, dann binden
Die Frage nach dem Testsieger der Nebenkostenabrechnung-Software lässt sich nur individuell beantworten. Nutzen Sie unser Bewertungsraster als Checkliste für den eigenen Bestand und starten Sie die Testphasen Ihrer ein bis zwei Favoriten parallel: den kostenlosen Browser-Test von WISO Vermieter 365, die 45 Tage bei immocloud, den Gratismonat bei hellohousing, die 15 Tage Vollzugriff bei Rentila oder die dauerhaft kostenlosen objego-Basics. Erstellen Sie in jedem Kandidaten eine echte Probenrechnung – erst dann zeigt sich, welches Tool zu Ihren Umlageschlüsseln und Ihrem Bestand passt. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss die aktuellen Preise; alle Angaben in diesem Test beziehen sich auf den Stand Juli 2026.
UnternehmenHausverwaltung kaufen: So funktioniert die Bewertung, das sind die Kaufpreisfaktoren – und warum WEG-Mandate erst per Beschluss auf den neuen Verwalter übergehen.
Was kostet eine Hausverwaltung 2026? Preisspannen für WEG- und Mietverwaltung, Sondervergütungen und wer die Kosten wirklich trägt – im Überblick.
UnternehmenImmobiliensoftware Vergleich für Makler, Verwaltung und Facility Management: Funktionsumfang, Preise und Zielgruppen in drei getrennten Tabellen, Stand Juli 2026.